Dach und Fassade

Besonders im Frühjahr, Herbst und Winter gelangt mit dem Auto Feuchtigkeit in die Garage. Dabei kann es durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit schnell zu Schwitzwasserbildung (Abb.1) kommen.

Auch wenn es durch extreme Temperaturschwankungen in der Umgebung zu einem Kalt-Warm-Wechsel kommt, bildet sich Schwitzwasser. Zum Beispiel kann die Luft bei 20 °C bis zu 7 Liter Wasser pro 40 m3 Rauminhalt aufnehmen. Kühlt die Luft auf 5 °C ab, sind es nur noch maximal 2,6 Liter. Die restliche Wassermenge kann sich als Kondensat an Decke, Wänden und Boden niederschlagen. Um das zu verhindern, muss das Kondensat durch Luftwechsel aus der Garage transportiert werden.

Luftwechsel durch Lüftungsöffnungen und Freiräume.

Doch gegen die Feuchtigkeit, die das Auto zu bestimmten Jahreszeiten mit in die Garage bringt, kann selbst Beton nichts ausrichten. „Deshalb haben unsere Betonfertiggaragen für einen ständigen Luftwechsel bereits Lüftungsöffnungen in der Rückwand und einen Lüftungsspalt zwischen Torblatt und Garagenboden. Bei stärkerem Wassereintrag wie Schneematsch muss dieser manuell mit Hilfe eines Gummischiebers aus der Garage befördert werden.

Für zusätzliches Kondenswasser sorgen Wärmequellen jeglicher Art in der Garage. Zum Beispiel Zugang zum Haus, Wechselrichter und Wasserzisternen. Schon kleine Temperaturunterschiede bewirken eine Luftzirkulation die eine Kondenswasserbildung begünstigt.

Gegen die allgemeine Meinung dass, eine Garage im Winter mehr Lüftung benötigt als im Sommer ist dies hier eher kontraproduktiv. Die Garage ist im Winter sehr kalt. Strömt nun viel wärmere Außenluft auf die kalten Wände kommt zusätzlich noch mehr Feuchtigkeit in die Garage. Besser ist es die Garage in der kalten Jahreszeit so gut es geht geschlossen zu halten. Im Frühjahr die Garage dann richtig belüften und austrocknen lassen.

Abb1.Kondenswasser

Die Vegetation bei der extensiven Dachbegrünung wird so ausgewählt, dass der Pflegeaufwand möglichst gering bleibt.

Beim fertigen Einbau wird die begrünte Fläche ausreichend mit Nährstoffen gedüngt. Weitere Düngung darf nur bei Bedarf vom Pflanzenfachmann durchgeführt werden.

Gewässert wird die Extensiv-Begrünung in der Regel ausreichend vom natürlichen Niederschlag. Nur in den ersten 2 – 3 Monaten nach dem Einbau und während sehr langen Trockenperioden soll zusätzlich bewässert werden.

Weiterhin ist darauf zu achten, dass die Dachentwässerung funktioniert.

Fremdwuchs, wie z. B. Löwenzahn, muss rechtzeitig entfernt und bei Schädlingsbefall der Begrünung sollte der Fachmann hinzugezogen werden.

Sollte Ihre extensive Dachbegrünung bei Garagenlieferung nicht aufgebracht sein (aus produktionstechnischen Gründen), wird dies innerhalb zwei Wochen nach Lieferung nachgeholt.

Die Dachbegrünungsfirma wird sich bezüglich eines Termins mit Ihnen telefonisch in Verbindung setzen.

 

Die Standardfarbe unserer Garage ist weiß, ähnlich RAL 9016.

Der Putz ist eingefärbt und weist eine matte, raue Oberfläche auf. Wenn Sie die Fassade mit einer Außendispersionsfarbe überstreichen, wird die Oberfläche, je nach benutzter Farbe, etwas glatter und glänzender. Wir empfehlen immer ganze Wandflächen zu streichen und nicht punktuelle Flächen.

Die Garage kann mit jeder handelsüblichen Dispersions-Außenfarbe überstrichen werden.

Bei einem Garagen- oder Carportdach handelt es sich um ein Nass-Flachdach, bei welchem eine 100% Entwässerung nicht möglich und auch nicht gewollt ist. Bei Dachkonstruktionen mit einem geplanten Gefälle

unter 3 %, ist bereichsweise stehendes Wasser auf der Dachfläche unvermeidbar.

Die Bildung bereichsweise von stehendem Wasser mindert die Tauglichkeit des Flachdaches nicht und stellt keinen Mangel dar.

 

 

 

Unsere Garagen werden nach folgenden Lastfällen bemessen.

Alle Garagendächer dürfen für Wartungs- Pflege-Arbeiten betreten werden.

LF1 Schneelast bedeutet, dass Ihre Garage für Lasten bis 150 kg/m², die durch die Witterung entstehen, ausgelegt ist.

LF2 erhöhte Schneelast / Terrassennutzung beutet, dass Ihre Garage für Lasten bis 400 kg/m², die durch die Witterung oder die Terrassennutzung entstehen, ausgelegt ist.

Bei Terrassennutzung ist eine Belegung mit z.B. Betonplatten bis zu 200 kg/m² berücksichtig.

LF3 Erdüberdeckung bedeutet, dass Ihre Garage für Lasten bis 800 kg/m², die durch eine Überschüttung mit Erdreich (Mutterboden ohne Steine) bis zu 40 cm entstehen, ausgelegt ist.

Zusätzlich ist eine Nutzlast (Terrassennutzung) von 400 kg/m² berücksichtigt.

Ihre Betonfertigteil-Garage ist ein Stahlbetonbauwerk. Sand, Kies, Wasser und Zement bilden ein hochfestes Bauwerk. In Verbindung mit Stahl wird hierbei eine enorme Tragfähigkeit entwickelt. Druckkräfte werden vom Beton und Zugkräfte vom Stahl aufgenommen. Bei der Aufnahme von Zugkräften kann der Stahl sich in geringem Umfang dehnen. In Folge des Schwindens und Kriechens des sehr zementreichen Garagenbetons, aber auch aus Temperaturspannungen, können sich auf dem Boden oder an den Wänden und Decken der Garagen auch nach sehr langer Zeit feine Oberflächen-Risse bilden. Dies kann zur Bildung von feinen Haarrissen führen. Rissbreiten bis 0,4 mm dürfen laut DIN EN 13978-1 auftreten.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass Risse, wie oben beschrieben, in Stahlbeton-Fertiggaragen, wie auch in jedem anderen Stahlbeton-Bauwerken nicht ausgeschlossen werden können. Diese stellen jedoch keine Minderung der Standfestigkeit und Dauerhaftigkeit der Bauwerkskonstruktion dar.

In ihrem Qualitätspass (Abb.1) auf Seite 9 befindet sich eine Rissbreitenkarte (Abb.2), mit deren Hilfe, sie die Haarrisse in ihrer Garage nachmessen können. Sollten ihre Risse größer als 0,4 mm sein, dann melden Sie sich bitte über nachfolgende E-Mail-Adresse: mailto:service.garagen@beton-kemmler.de 

 

Abb.1

 

Abb.2

Rissbreitenkarte:

 

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