2337,2341,2327,2346,2332,2356,2359,2363,2366,2367,2384,2029,2031,2032,2033,2034,2035,2037,2038,2039,2040,2041,2042,2043,2044,2045,2046,2047

Dach und Fassade

 Schwitzwasserbildung

Die Temperaturdifferenz des Garagenbauwerkes (Betonbauteil) im Verhältnis zur Umgebungstemperatur spielt bei Schwitzwasserbildung die entscheidende Rolle. Je wärmer Luft ist, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen. Ist das Garagenbauwerk deutlich kälter als die Umgebungsluft, dann kühlt sich die Luft an der Garagenoberfläche ab. Die übersättigte Luft gibt durch die Abkühlung Wasser ab, was sich als Schwitzwasser (Kondensat) auf der Bauteiloberfläche niederschlägt. ( Siehe Abb. 1 Kondenswasser)

Zum Beispiel kann Luft bei 20 °C bis zu 7 Liter Wasser pro 40 m3 Rauminhalt aufnehmen. Kühlt die Luft auf 5 °C ab, sind es nur noch maximal 2,6 Liter. Die restliche Wassermenge kann sich als Kondensat an Decke, Wänden und Boden niederschlagen.

Abb1.Kondenswasser

Luftwechsel durch Lüftungsöffnungen

Lüftungsöffnungen in der Rückwand bzw. den Seitenwänden sowie Spalten im Torbereich sorgen für eine permanente Querlüftung Ihrer Garage. Eingetragene Feuchtigkeit kann verdunsten und hierdurch aus der Garage entweichen.

Bestimmte Witterungs- und Temperaturkonstellationen können dennoch zu erhöhter Luftfeuchtigkeit und Schwitzwasserbildung auf Decken-, Boden-, Wandflächen und im Torbereich Ihrer Garage führen. Dies ist bauphysikalisch bedingt und keinesfalls ein Zeichen für Undichtigkeit. Sollten Sie dennoch Zweifel an der Dichtigkeit Ihrer Dachwanne haben, kann über Fluten des Daches die Dichtigkeit überprüft werden.

 

Temperaturspeicherkapazität Beton

Beton besitzt eine hohe Temperaturspeicherkapazität (Wärme/Kälte). Kühlt sich das Bauwerk in der kalten Jahreszeit in sehr eisigen Nächten deutlich ab, dann reichen oft die wenigen Sonnenstunden am Tag kaum aus, um das Bauwerk aufzuwärmen. Hierbei entstehen große Temperaturdifferenzen zwischen dem Beton und der Umgebungsluft, die zu Schwitzwasserbildung führen können.

 

Restfeuchtigkeit Beton

Nach Herstellung Ihrer Garage gibt der Beton noch über einen längeren Zeitraum Restfeuchtigkeit bzw. chemisch nicht gebundenes Wasser ab. Dieses wird über die Kapillaren des Betons nach außen geführt und verdunstet. Insbesondere im ersten Winter nach der Herstellung Ihrer Garage kann dieser Effekt die Schwitzwasserbildung fördern.

 

Wärmequellen

Auch Wärmequellen jeglicher Art in, unter oder neben der Garage (Heizung, Wechselrichter in Garage, Zugang zum Haus ohne gedämmte Türe, Zisterne unter Garage) können zu einer deutlichen Temperaturdifferenz zwischen Luft und Garagenbauteil führen und Schwitzwasser verursachen.

 

Stehende Nässe:

Besonders im Frühjahr, Herbst und Winter gelangt mit dem Auto sehr viel Feuchtigkeit in die Garage. Stehende Nässe (Schneematsch/Pfützen) fördern wiederum Schwitzwasserbildung. Entfernen Sie daher erhöhten Wassereintrag immer aus Ihrer Garage. ( Siehe Auch: Stehendes Wasser in der Garage )

 

Was können/sollten Sie tun?

Schwitzwasser kann im Grundsatz immer einmal auftreten, ist bauphysikalisch bedingt und kein Grund zur Beunruhigung.

Vermeiden Sie zusätzliche Maßnahmen, welche den Temperaturunterschied von Beton und Luft erhöhen. So kann im Winter das zusätzliche Lüften am Tag mit offenem Tor kontraproduktiv sein, da schnell wärmere Außenluft in die Garage eindringt und die Schwitzwasserbildung hierdurch begünstigt. Auch Heizen der Garage fördert in diesem Fall die Schwitzwasserbildung. Lüften Sie vielmehr später am Tag bei ausgeglichener Temperatur.

Sollten Zweifel an der Dichtigkeit des Garagendaches bestehen, so kann diese über Testfluten der Dachwanne überprüft werden.

Im ersten Winter wird Schwitzwasserbildung durch Restfeuchtigkeit des Betons begünstigt, dieser Effekt wird später ausklingen.

Im Grundsatz sollte stehende Nässe (Pfützen) aus der Garage entfernt werden.

Bauliche Begebenheiten (Hauszugang/Zisterne unter der Garage) die ursächlich für Schwitzwasser sein können, sollten durch thermische Trennung angepasst werden.

 

Die Vegetation bei der extensiven Dachbegrünung wird so ausgewählt, dass der Pflegeaufwand möglichst gering bleibt.

Beim fertigen Einbau wird die begrünte Fläche ausreichend mit Nährstoffen gedüngt. Weitere Düngung darf nur bei Bedarf vom Pflanzenfachmann durchgeführt werden.

Gewässert wird die Extensiv-Begrünung in der Regel ausreichend vom natürlichen Niederschlag. Nur in den ersten 2 – 3 Monaten nach dem Einbau und während sehr langen Trockenperioden soll zusätzlich bewässert werden.

Weiterhin ist darauf zu achten, dass die Dachentwässerung funktioniert.

Fremdwuchs, wie z. B. Löwenzahn, muss rechtzeitig entfernt und bei Schädlingsbefall der Begrünung sollte der Fachmann hinzugezogen werden.

Sollte Ihre extensive Dachbegrünung bei Garagenlieferung nicht aufgebracht sein (aus produktionstechnischen Gründen), wird dies innerhalb zwei Wochen nach Lieferung nachgeholt.

Die Dachbegrünungsfirma wird sich bezüglich eines Termins mit Ihnen telefonisch in Verbindung setzen.

 

Die Standardfarbe unserer Garage ist weiß, ähnlich RAL 9016.

Der Putz ist eingefärbt und weist eine matte, raue Oberfläche auf. Wenn Sie die Fassade mit einer Außendispersionsfarbe überstreichen, wird die Oberfläche, je nach benutzter Farbe, etwas glatter und glänzender. Wir empfehlen immer ganze Wandflächen zu streichen und nicht punktuelle Flächen.

Die Garage kann mit jeder handelsüblichen Dispersions-Außenfarbe überstrichen werden.

Bei einem Garagen- oder Carportdach handelt es sich um ein Nass-Flachdach, bei welchem eine 100% Entwässerung nicht möglich und auch nicht gewollt ist. Bei Dachkonstruktionen mit einem geplanten Gefälle

unter 3 %, ist bereichsweise stehendes Wasser auf der Dachfläche unvermeidbar.

Die Bildung bereichsweise von stehendem Wasser mindert die Tauglichkeit des Flachdaches nicht und stellt keinen Mangel dar.

 

 

 

Unsere Garagen werden nach folgenden Lastfällen bemessen.

Alle Garagendächer dürfen für Wartungs- Pflege-Arbeiten betreten werden.

LF1 Schneelast bedeutet, dass Ihre Garage für Lasten bis 150 kg/m², die durch die Witterung entstehen, ausgelegt ist.

LF2 erhöhte Schneelast / Terrassennutzung beutet, dass Ihre Garage für Lasten bis 400 kg/m², die durch die Witterung oder die Terrassennutzung entstehen, ausgelegt ist.

Bei Terrassennutzung ist eine Belegung mit z.B. Betonplatten bis zu 200 kg/m² berücksichtig.

LF3 Erdüberdeckung bedeutet, dass Ihre Garage für Lasten bis 800 kg/m², die durch eine Überschüttung mit Erdreich (Mutterboden ohne Steine) bis zu 40 cm entstehen, ausgelegt ist.

Zusätzlich ist eine Nutzlast (Terrassennutzung) von 400 kg/m² berücksichtigt.

Ihre Betonfertigteil-Garage ist ein Stahlbetonbauwerk. Sand, Kies, Wasser und Zement bilden ein hochfestes Bauwerk. In Verbindung mit Stahl wird hierbei eine enorme Tragfähigkeit entwickelt. Druckkräfte werden vom Beton und Zugkräfte vom Stahl aufgenommen. Bei der Aufnahme von Zugkräften kann der Stahl sich in geringem Umfang dehnen. In Folge des Schwindens und Kriechens des sehr zementreichen Garagenbetons, aber auch aus Temperaturspannungen, können sich auf dem Boden oder an den Wänden und Decken der Garagen auch nach sehr langer Zeit feine Oberflächen-Risse bilden. Dies kann zur Bildung von feinen Haarrissen führen. Rissbreiten bis 0,4 mm dürfen laut DIN EN 13978-1 auftreten.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass Risse, wie oben beschrieben, in Stahlbeton-Fertiggaragen, wie auch in jedem anderen Stahlbeton-Bauwerken nicht ausgeschlossen werden können. Diese stellen jedoch keine Minderung der Standfestigkeit und Dauerhaftigkeit der Bauwerkskonstruktion dar.

In ihrem Qualitätspass (Abb.1) auf Seite 9 befindet sich eine Rissbreitenkarte (Abb.2), mit deren Hilfe, sie die Haarrisse in ihrer Garage nachmessen können. Sollten ihre Risse größer als 0,4 mm sein, dann melden Sie sich bitte über nachfolgende E-Mail-Adresse: mailto:service.garagen@beton-kemmler.de 

 

Abb.1

 

Abb.2

Rissbreitenkarte:

 

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