Wände und Boden

Eine Türe mit den Abmessungen H/B = 2,00/1,00 m kann nachträglich eingebaut werden. In Abhängigkeit von der Lage der Türe in der Seitenwand ist evtl. ein Zusatzfundament notwendig. Dies gilt nicht für unsere Goßraumgaragen Typ IX, X und XI. An den Schnittkanten können Risse entstehen, die aber statisch unbedenklich sind und geschlossen werden können.

Vermeidung von Schimmelpilzbefall in Garagen

Das Phänomen „Schimmel“ tritt bei Garagen nur in Einzelfällen und nach unterschiedlichen Standzeiten der Garagen auf. Fast immer beginnt der Schimmelpilzbefall an den Tor-, Tür- oder Fensteröffnungen.

Warum kommt es zu Schimmelpilzbefall?

Vielen ist nicht bewusst, dass Schimmelsporen immer und überall in der Umwelt vorhanden sind, verstärkt in der Nähe von Kompostbehältern, – anlagen, Mülllagern, landwirtschaftlichen Betrieben, Ortsrandlagen etc.

Schimmel wird nur dort sichtbar, wo er ideale Wachstumsbedingungen vorfindet. Durch die sich fast dauernd in der Luft befindlichen Sporen kann sich der Schimmelpilz überall ansiedeln und ausbreiten, wo er Wärme und Feuchtigkeit vorfindet.

In der warmen Jahreszeit führt die von der Sonne aufgewärmte Luft besonders viel Feuchtigkeit mit sich und trifft auf Wände, die verzögert aufgeheizt werden, und somit relativ kalt sind. Beim Kontakt mit der kälteren Wand kühlt die Warmluft ab und es kommt zu Kondensatbildung auf der Wandoberfläche (=Sommerkondensation).

Bauliche Anforderungen

Auszug aus der „Richtlinie für die technische Ausführung von Betonfertiggaragen“ von der Studiengemeinschaft Fertigbau:

Lüftungsöffnungen sind im Tor und durch den Spalt zwischen Boden und Torblatt vorhanden.

Bei freistehenden Garagen sind zusätzlich Lüftungsöffnungen je nach Hersteller an den Rück- bzw. Seitenwänden vorhanden. Bestimmte Konstellationen von Witterungs- und Temperaturverhältnissen können trotz guter Belüftung zeitweise zu Schwitzwasserbildung führen. Dies ist bauphysikalisch bedingt und kein Zeichen von Undichtheit und stellt somit keinen Mangel dar.

Wie kann gegen Schimmel in der Garage vorgebeugt werden?

    • Abrücken der Möbel / Einrichtungen / Regale von den Außenwänden. Dadurch kann die Gefahr der Taupunktunterschreitung im Raum verringert werden.
    • Im Sommer keine permanente Kipplüftung, sondern Stoßlüftung!. D.h. das Garagentor an trockenen Tagen zeitweise offen lassen. Durch Kipplüftung strömt zu viel Warmluft ein und Kondensat schlägt sich an den kühleren Wänden nieder.
    • In unbeheizten Räumen herrscht selten eine Wandtemperatur über 12°C und gerade im Sommer sind häufig höhere Temperaturen außerhalb des Gebäudes zu verzeichnen. Da Luftfeuchtigkeit immer nur von warm nach kalt transportiert werden kann, sollte immer nur dann gründlich gelüftet werden, wenn die Temperaturen außerhalb der Garage niedriger sind als in der Garage selbst.
  • Diese vorbeugenden Maßnahmen helfen bei bereits befallenen Garagen nur, wenn die Schimmelpilzsporen vorher komplett entfernt worden sind. 
  • Sanierungsmöglichkeit
    1. Komplette Garageninnenfläche (Wand + Decke) sorgfältig abwaschen. Kabelkanäle müssen dementsprechend verschoben bzw. entfernt werden. Gut trocknen lassen.
    2. Flächen mit StoPrim Fungal behandeln, bei starkem Befall 2 x mit StoPrim Fungal behandeln. StoPrim Fungal gründlich einwirken und vollständig trocknen lassen (mindestens 24 h, besser 48 Stunden).
    3. Neubeschichtung mit 2 Anstrichen StoColor Protect. 
    • Hinweis: Je gründlicher die Reinigung und Desinfektion erfolgt, desto länger besteht Schimmelfreiheit. Eine Garantie dafür, dass es zu keinem Befall mehr kommt, kann jedoch aufgrund der vorhandenen bauphysikalischen Gegebenheiten nicht übernommen werden. Kondenswasserbildung in Garagen und damit in ungünstigen Fällen verbundene Schimmelbildung ist bauartbedingt und beruht nicht auf einer nicht sachgerechten Erstellung der Garage. 

Der Garagenboden ist nach DIN EN 13978-1 mit einem tausalzbeständigen Beton ausgeführt und braucht daher keine nachträgliche Versiegelung.

Sollte der Boden erhöhte Anforderungen haben, kann er mit Beschichtungen auf Epoxidharz-Grundlage beschichtet werden. Eine solche Beschichtung können wir Ihnen gerne anbieten.

Eine Garage in der Grundausführung kann seitlich oder von hinten bis zu 1,00 m Höhe angefüllt werden.

Für eine höher Auffüllung muss die Garage entsprechend verstärkt sein. Dies muss vor der Produktion der Garage beauftragt werden. Eine maschinelle Verdichtung bei Wiederverfüllung ist nicht erlaubt. Bitte beachten Sie unsere Einbauanweisung, die Sie mit Ihrer Auftragsbestätigung erhalten.

 

 

 

Bei einem freigespannten Boden ist es möglich, dass der Boden durchhängt und in diesem Bereich vom Auto abtropfendes Wasser stehen bleibt. Der Garagenboden besitzt nicht genügend Gefälle damit das Wasser von selbst aus der Garage fließt.

Das Wasser wird über Kondensation aus der Garage befördert. Die Trockendauer ist von der Wassermenge, Temperatur und Luftzirkulation abhängig.

Größere Wassermengen und Schneematsch sollten daher manuell aus der Garage befördert werden.

Für unsere Garagenböden und deren Durchbiegungen gilt: DIN EN 13978-1 – Bemessungsregeln – Abschnitt C 5 darf der Durchhang L 1/150 (Spannweite des Bodens) nicht überschreiten.

Hinweis: Durch die Durchbiegung des Bodens sammelt sich das Wasser in Bodenmitte und der Autofahrer steigt trockenen Fußes aus dem Auto.

 

 

Es kann bis zu 50mm tief in die Wand und Decke gebohrt werden.

Ihre Betonfertigteil-Garage ist ein Stahlbetonbauwerk. Sand, Kies, Wasser und Zement bilden ein hochfestes Bauwerk. In Verbindung mit Stahl wird hierbei eine enorme Tragfähigkeit entwickelt. Druckkräfte werden vom Beton und Zugkräfte vom Stahl aufgenommen. Bei der Aufnahme von Zugkräften kann der Stahl sich in geringem Umfang dehnen. In Folge des Schwindens und Kriechens des sehr zementreichen Garagenbetons, aber auch aus Temperaturspannungen, können sich auf dem Boden oder an den Wänden und Decken der Garagen auch nach sehr langer Zeit feine Oberflächen-Risse bilden. Dies kann zur Bildung von feinen Haarrissen führen. Rissbreiten bis 0,4 mm dürfen laut DIN EN 13978-1 auftreten.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass Risse, wie oben beschrieben, in Stahlbeton-Fertiggaragen, wie auch in jedem anderen Stahlbeton-Bauwerken nicht ausgeschlossen werden können. Diese stellen jedoch keine Minderung der Standfestigkeit und Dauerhaftigkeit der Bauwerkskonstruktion dar.

In ihrem Qualitätspass (Abb.1) auf Seite 9 befindet sich eine Rissbreitenkarte (Abb.2), mit deren Hilfe, sie die Haarrisse in ihrer Garage nachmessen können. Sollten ihre Risse größer als 0,4 mm sein, dann melden Sie sich bitte über nachfolgende E-Mail-Adresse: mailto:service.garagen@beton-kemmler.de 

 

Abb.1

 

Abb.2

Rissbreitenkarte:

 

Kontakt

Franziska Brändle
Beratung

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